Anna Miller, Beraterin für Selbstständige
Über mich

Ich baue von Hand. Früher Brillen, heute Business.

Ich war 14 Jahre Augenoptikerin, bin seit 2006 selbstständig und berate heute erfahrene Selbstständige. Ich sitze in Dessau-Roßlau, arbeite per Zoom mit Kunden in ganz Deutschland und setze mit dir um, wo du gerade nicht weiterkommst.

Handwerk von der Pike auf

Ich komme aus dem Osten Deutschlands. Als ich mit der Schule fertig war, war alles im Umbruch, viele Betriebe machten zu, und eine Lehrstelle zu finden war Glückssache. Über Bekannte kam ich zu einem traditionellen Augenoptiker, der noch keinen Lehrling gefunden hatte. Handwerk konnte ich mir gut vorstellen, also habe ich zugesagt.

Drei Jahre lang habe ich dort alles von Hand gelernt: sägen, feilen, bohren, Gläser schleifen, Rahmen bauen, löten, kaltschweißen, Scharniere einlassen. Ich habe ein Augenmaß für Formen und Größen entwickelt und konnte eine komplette Brille allein bauen.

Insgesamt habe ich 14 Jahre als Augenoptikerin gearbeitet. Am Ende war ich bei einer großen Kette, in der die Brillen in einer Zentralwerkstatt von Riesenmaschinen gefertigt wurden. Mein Handwerk war dort kaum noch gefragt. Ich habe weiter Spezialaufträge gemacht, zum Beispiel Lupenbrillen, die nur per Hand entstehen können. Aber das waren wenige.

Die Familie kam zuerst

Dann bekam ich meinen Sohn. Er brauchte in seinen ersten Jahren viel Betreuung und Therapie, jede Woche mehrere feste Termine. Mein Beruf mit Schichten von früh bis abends passte dazu nicht. Für mich war klar: Familie steht an erster Stelle. Also habe ich mir etwas anderes überlegt.

Geschrieben habe ich schon immer gern. Schon in der Schule habe ich viel geschrieben, und nicht nur im Deutschunterricht, sondern für die Klasse und für die Schule selbst. Da bin ich einfach hineingewachsen. In der Familie habe ich die Reden für Feiern geschrieben, und die Freude daran habe ich von meinem Papa. Wir haben zusammen auch lustige Reden gebaut, nicht nur steife. Also dachte ich: Irgendwer muss die Webseiten ja mit Texten füllen. Das probiere ich aus.

Texte waren Handwerk

Vor über 20 Jahren gab es keine KI. Ein Text war Handwerk: recherchieren, aufbauen, gliedern, und Rechtschreibung und Ausdruck mussten sitzen. Das konnte ich. Ich konnte von zu Hause arbeiten, in den Zeitfenstern, die ich hatte. 2006 habe ich mich selbstständig gemacht, und es sprach sich schnell herum. Marketing hatte ich keins, nur eine einfache Webseite und einen Blog mit Geschichten aus dem Alltag. Trotzdem kamen die Kunden, auch große Unternehmen. Ich habe Texte für große Vergleichsportale und Wirtschaftsmedien geschrieben.

Vom Texten zum Beraten

Schnell habe ich gemerkt, dass ein guter Text allein weder mir noch meinen Kunden reicht. Ein Text, der nicht zum Konzept passt, hilft niemandem, weil er nur ein Text ist und nicht weiterdenkt. Jedes Unternehmen will etwas erreichen. Die ganz großen Firmen hatten ihre Briefings, da war für Beratung kein Platz. Die kleineren Kunden waren dankbar, dass ich mit ihnen weitergedacht habe. So rutschte das Schreiben in den Hintergrund und das Beraten nach vorn.

Als das Schreiben wegbrach

In 20 Jahren Selbstständigkeit gab es bei mir Höhen und Tiefen. Ich bin von ganz unten wieder hochgeklettert und danach noch einmal tief gefallen. Das gehört zur Selbstständigkeit dazu. Wer dir etwas anderes erzählt, war entweder noch nicht lange dabei oder erzählt dir nur die halbe Geschichte.

Mit Corona ist meine Textarbeit von heute auf morgen eingebrochen. Viele Unternehmer wussten nicht, wie es weitergeht, und gaben erst mal kein Geld mehr für Marketing aus, also auch keins für Texte. Viel war es bei mir da schon nicht mehr, aber es war weg. Erholt hat es sich danach nicht, denn dann kam die KI und hat den Markt für Texte noch einmal umgekrempelt.

Ich habe mich entschieden, in diesem Bereich nicht mehr um Kunden zu kämpfen. Das Schreiben hatte sich für mich tot angefühlt. Also habe ich es hinten runterfallen lassen und mich auf das konzentriert, was ich ohnehin schon lange gemacht habe: beraten und mit meinen Kunden umsetzen. Wenn ein Kunde, mit dem ich arbeite, Hilfe bei seinen Texten braucht, mache ich das selbstverständlich. Als eigene Leistung biete ich es nicht mehr an.

Mein größtes Tief kam in dieser Zeit. Ich musste meinen Vermieter um eine Frist für die Miete bitten, weil ich schlichtweg kein Geld hatte. Ich saß nicht auf der Straße. Mein Vermieter kannte mich seit vielen Jahren als verlässliche Mieterin, und den Aufschub habe ich bekommen. Trotzdem schnürt es dir die Kehle zu, wenn das Geld nicht für den größten Posten reicht und es nichts mehr gibt, wo du sparen oder streichen kannst. Die Miete ist das Dach über dem Kopf, sie wird zuerst gezahlt. Wenn das nicht mehr geht, ist das eine Existenzangst, die viele Selbstständige kennen und kaum jemand ausspricht. Ich spreche sie aus.

Das kann jedem passieren, egal wie gut er wirtschaftet, wie vorsichtig er ist und wie viel er tut. Es wird immer Momente geben, in denen es nicht läuft. Dann musst du mental stark bleiben und darfst dich selbst nicht aufgeben. Ich bin danach wieder aufgestanden, so wie schon einmal davor. Und ich habe gelernt: Wer ganz unten ist, hat keine Wahl, als etwas zu ändern. Wer oben ist, bleibt oft einfach stehen und fragt sich, warum es nicht mehr weitergeht.

Seitdem weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn ein Markt wegbricht, den man jahrelang für sicher gehalten hat. Deshalb baue ich mit meinen Kunden nichts auf einem einzigen Kanal oder einem Trend, der morgen vorbei sein kann.

Umsetzen heißt: ab dem ersten Termin Praxis

Ich berate nicht nur, ich setze mit dir um. Wir gehen vom ersten Moment an aus der Theorie in die Praxis. Du sagst mir, wo du stehst. Dann beginnen wir mit einer Zielgruppenanalyse, egal wie lange du schon im Geschäft bist, denn ich will wissen, für wen du das machst, was du machst. Oft zeigt sich dort schon der erste Wackler: Viele können gar nicht klar benennen, für wen sie arbeiten.

Manche kommen mit einem konkreten Wunsch, andere sagen: Es läuft nicht mehr. Oder: Ich möchte mich weiterentwickeln und habe so viele Ideen, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Dann schauen wir gemeinsam großflächig drauf und entwickeln den Weg.

Frei statt groß

Ich stehe jeden Morgen auf und freue mich auf meine Arbeit. Ich will nicht skalieren und nicht um jeden Preis reich werden. Mich stört, wenn dir jemand verspricht, dir kostenlos Schritt für Schritt alles zu zeigen, und am Ende nur sein Produkt verkaufen will. So arbeite ich nicht. Ich will Geld verdienen, denn Geld stinkt nicht, und ich freue mich über jeden Euro. Mein Fokus liegt aber woanders. Ich bin glücklich, wenn ich meinen Kunden wirklich helfen kann, wenn sie vorankommen, sich weiterentwickeln und Freude an dem haben, was sie machen.

Viele sagen mir, sie wollen vor allem frei sein und selbst entscheiden. Dann frage ich sie: Willst du dafür wirklich ein Unternehmen aufziehen? Denn je mehr du verdienst, desto mehr geht an Steuern, Krankenkasse und Versicherungen weg. Und wer mehr Umsatz will, holt irgendwann Leute dazu, und damit hast du Verantwortung für deren Einkommen. Überleg dir, was du wirklich willst: allein arbeiten, gut davon leben und keinen Druck haben, immer mehr werden zu müssen? Oder skalieren und ein großes Unternehmen aufbauen? Beides ist in Ordnung. Aber frei bist du meistens mit dem Ersten.

Wie ich arbeite

Du meldest dich bei mir, wir vereinbaren einen Termin. In der Terminbestätigung stehen schon die ersten Fragen, dazu bekommst du den Fragebogen zur Zielgruppenanalyse. Den füllst du vorab aus, damit wir im Termin nicht bei null anfangen, sondern gleich an deinem Business arbeiten.

Wir treffen uns per Zoom. Du bekommst nichts von der Stange, sondern etwas, das für dein Business erarbeitet wurde. Fertig sind nur meine Minikurse. Das sind Erklärkurse zu einem Thema, keine Strategie, die ich dir überstülpe.

Wenn wir mit KI arbeiten, dann in dem Werkzeug, das du ohnehin nutzt, zum Beispiel ChatGPT. Ich verkaufe keine Tools und keine Apps.

Und nach dem Termin bist du nicht weg. Du kannst mir per WhatsApp schreiben, wenn du eine Frage hast oder einen weiteren Termin willst. Ich antworte in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.

Und privat?

Das ist Maze. Seit fünf Jahren begleitet mich diese Australian-Shepherd-Hündin, und sie ist mein Türöffner. Ich bin eher introvertiert und früher gern an anderen Leuten vorbeigegangen. Mit Hund bleibst du stehen, schnatterst kurz, alle wollen streicheln, und plötzlich redest du mit Menschen. Maze hat mir gezeigt, wie viel Kommunikation bringt. Sie sorgt außerdem dafür, dass ich nicht acht Stunden am Stück am Laptop sitze. Um halb acht springt sie aufs Bett und sagt mir, dass wir jetzt aufstehen, und über den Tag teilt sie mir die Arbeit mit Spaziergängen ein. Einen Hund zum Tragen wollte ich nie. Ich laufe gern, und das macht den Kopf frei.

Ich reise gern mit dem Camper, und es muss nicht Kroatien oder Portugal sein. Die Orte in meiner Umgebung sind so schön, dass ich gar nicht weit weg muss. Arbeiten kann ich auch von dort. Ein paar Tage Blick ins Grüne statt auf die Schreibtischwand tun jedem Business gut.

Maze, Annas Australian Shepherd, liegt auf einer Wiese mit einem Stock
Anna Miller in brauner Lederjacke und blauem Hemd vor einer alten Backsteinwand

Mein Herz gehört England. Ich war über 30 Mal in London und mehrere Wochen in Schottland. Den schwarzen Tee mit Milch habe ich mir dort abgeguckt. Wenn du mit mir in einem Zoom-Termin sitzt, steht der Tee in meiner großen Tasse neben mir, oft mit selbst gebackenen Keksen. Nach etwa anderthalb Stunden gibt es eine Pause von zwei Minuten. Wer viel Tee trinkt, muss auch viel zur Toilette, so einfach ist das. Du darfst dir gern selbst auch etwas zu trinken und einen Snack hinstellen.

Ich liebe das englische Frühstück mit Bohnen, Tomaten, Würstchen, Speck, Eiern, Toast und Kartoffelecken. Auf deutschen Frühstückskarten suche ich es immer, und die wenigsten haben es drauf. Dafür bin ich auch tapfer genug für Pubs mit totgekochtem Gemüse. Meine Empfehlung für London ist trotzdem die libanesische Küche.

Ich koche, backe und koche ein, und in meiner Familie bin ich dafür die Spezialistin. Das macht den Kopf frei. Bei Keksen süße ich gern mit Datteln.

Musik ist mir wichtig. Ich bin seit 1988 Depeche-Mode-Fan, dazu Massive Attack und Air. In der Kleidung bin ich dem englischen Landhausstil nahe, mit Tweed, Westen und Hemden. Trends laufe ich weder in der Musik noch in der Kleidung noch im Geschäft hinterher. Ich mache mein eigenes Ding.

Stimmen aus der Zusammenarbeit

Was andere über die Arbeit mit mir sagen

„Keine theoretischen Floskeln, sondern greifbare, praktische Lösungen für meine Situation und meine Möglichkeiten.“

Birgit G. · Human Design

„Jetzt verstehe ich endlich, warum ich immer noch auf der Stelle trete.“

Samira A. · Hormonal Health Coach

„Ich habe so viel mitgeschrieben und nehme unfassbar viele Dinge mit.“

Clemens M. · Immobilienfachmann und Energieberater

„Danke für deine Ehrlichkeit.“

Madlen G. · handgefertigte Dekorationen

„Anna redet nicht nur über Ideen und Möglichkeiten, sondern setzt gemeinsam mit dir konkrete Dinge um.“

Nicola S. · Betriebliche Gesundheitsförderung

Trau dich, schreib mir.

Du musst nicht wissen, was du willst. Ein paar Sätze reichen: Wo läuft es gerade nicht rund, wo kommst du nicht weiter? Ich lese jede Nachricht selbst.